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Die besten Check-in-Fragen für Meetings und Workshops


Ein Team beim Check-in


Gute Check-in- und Check-out-Fragen schaffen Transparenz und Klarheit, sie verbinden, inspirieren und erheitern. Hier kommt eine Liste mit Fragen, die ich regelmäßig in Meetings, Workshops und Offsites verwende, weil sie gut funktionieren und zu interessanten Antworten führen.


Inhaltsverzeichnis:



1. Die besten Check-in-Fragen


Fragen für die Zusammenarbeit und den täglichen Check-in:

  • Wie hoch ist dein Energielevel auf einer Skala von 1 bis 10?

  • Was hält dich davon ab, heute mit voller Aufmerksamkeit hier zu sein?

  • Was motiviert dich gerade am stärksten?

  • Worauf freust du dich in dieser Woche?

  • Was hast du gestern geschafft?

  • Was hast du heute vor?

  • Was wünschst du dir vom Team?

  • Wo brauchst du von wem Unterstützung?

  • Was brauchst du, um gut arbeiten zu können?


Fragen für eine Retrospektive oder einen Workshop:

  • Was haben wir uns seit dem letzten Format vorgenommen?

  • Welche To-dos sind noch offen, welche sind erledigt?

  • Was hat sich schon Positives in der Organisation verändert?

  • Was wäre das ideale Ergebnis dieses Workshops?

  • Welches Ziel haben wir bereits erreicht?

  • Was hat uns Kraft gegeben?

  • Was hat uns ausgebremst?

  • Was sind die nächsten Schritte zur Umsetzung unserer Ideen?

  • Wie können wir den Workshop das nächste Mal verbessern?


Persönliche und inspirierende Fragen:

  • Was möchtest du in deinem Leben unbedingt noch erleben?

  • Welches außergewöhnliche Hobby hast oder hattest du?

  • Wer sind die Held*innen deiner Kindheit und warum?

  • Wann hast du das letzte Mal Tränen gelacht und worüber?

  • Was weiß noch niemand in der Gruppe über dich?

  • Welche Orte machen dich glücklich?

  • Was hat dich in letzter Zeit inspiriert?

  • Worauf bist du richtig stolz in deinem Leben?


Fantasievolle und witzige Fragen:

  • Wenn Zeitreisen möglich wäre, in welches Jahr würdest du reisen und warum?

  • Was würdest du machen, wenn du eine Million Euro im Lotto gewinnst?

  • Für welches deiner Talente bekommst du ein Denkmal gesetzt?

  • Welcher Film- oder Songtitel beschreibt am besten deine aktuelle Stimmung?

  • Welches Tier drückt am besten deine aktuelle Stimmung aus?

  • Kennst du einen guten Witz und hast Lust ihn zu erzählen?

  • Welche Superkraft hättest du gerne und warum?

  • Welcher Satz wird auf deinem Grabstein über dich stehen?



2. Gute Gründe für einen Check-in


Ein Check-in oder Check-out ist ein zeitlich begrenzter und informativer Austausch im Team. Er findet als einleitender oder abschließender Moment eines Workshops, Meetings oder Offsite statt. Ein Check-in kann auch als Daily-Standup Meeting für sich alleine stehen. Die gewählten Fragen steuern bewusst den Fokus. Dieser kann auf der Zusammenarbeit, dem Projektstatus, einer persönlichen Vorstellung, der gegenseitigen Wertschätzung oder dem Abfragen von Erwartungen liegen. Es lohnt sich, kurze und verbindende Check-in und Check-out Momente als regelmäßige Routinen im Arbeitsalltag zu etablieren. Sie unterstützen den persönlichen Austausch im Team und fördern eine wertschätzende und transparente Kommunikationskultur. Check-ins sind ein wichtiger Bestandteil zukunftsorientierter Organisationen.



3. Beispiel: Ein dreitägiges Team-Offsite


Um die Theorie nachvollziehbar zu machen, stelle ich im Folgenden Check-in- und Check-out-Fragen und die damit verfolgten Ziele vor, die ich während eines dreitägigen Team-Offsite erfolgreich eingesetzt habe. Als externer Moderator wurde ich mit der Planung und Moderation des Formats beauftragt. In dieser Position ist es besonders wichtig, die Teilnehmenden von Anfang an auch auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen.


Ein guter Workshop macht Spaß, ist effektiv und anstrengend. Zu Beginn sind Motivation und Offenheit im Team erfahrungsgemäß hoch. Zum Ende hin sinkt das Energielevel und die Vorfreude auf den Feierabend steigt. Das berücksichtige ich in der Dramaturgie und stelle beim Check-in gerne mehrere Fragen, beim Check-out oft nur eine oder zwei. Ergänzend kommuniziere ich, wie viel Zeit ich insgesamt für diesen Programmpunkt eingeplant habe. Auch bei mehreren Fragen reichen in der Regel 30-60 Sekunden pro Person. Wenn sich im Laufe der Antwortrunde herausstellt, dass die Redezeit nicht eingehalten wird, benutze ich einen Time Timer® zur Visualisierung der Zeit.



Time Timer steht auf einem Tisch
Ein Time Timer® hilft bei der Visualisierung der Zeit.

Erster Tag

Check-in

Ziel: Sich besser kennenlernen und die Erwartungen abfragen.

  • Was ist dein Name und deine Rolle im Unternehmen?

  • Wie war deine Anreise?

  • Welche Erwartung hast du an den Workshop?


Check-out

Ziel: Ein erstes Feedback zum Format einfangen.

  • Mit welchem Gefühl gehst du aus dem Workshop-Tag?


Zweiter Tag

Check-in

Ziel: Prüfen, ob es allen gut geht und etwas Persönliches erfahren.

  • Wie hast du geschlafen?

  • Welchen Berufswunsch hattest du in deiner Kindheit?

  • Was ist dein Lieblingsfilm?


Check-out

Ziel: Eine persönliche Lernerfahrung und offene Punkte abfragen.

  • Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus dem Workshop-Tag?

  • Welcher wichtige Punkt ist deiner Meinung nach noch offen?


Dritter Tag

Check-in

Ziel: Ein persönlicher und inspirierender Einstieg in den Tag.

  • Was war das verrückteste, was du je auf einer Reise erlebt hast?

  • Welchen Podcast kannst du empfehlen?


Check-out

Ziel: Ein persönliches Feedback zum Format erhalten.

  • Was würdest du beim nächsten Mal an diesem Format verbessern?



4. Welche Fragen eigenen sich am besten?


Das Beispiel zeigt, wann und mit welchem Ziel ich die verschiedenen Fragen eingesetzt habe. Aus meiner Sicht war jede Frage geeignet und zielführend. Generell gibt es nicht die beste Frage für einen Check-in. Es gibt nur Fragen, die besser zur Absicht und Situation, zum Team und zur fragenden Person passen. Manche Fragen erscheinen interessanter als andere. Das ist ein guter Grund, sie auszuwählen. Manche Fragen führen bei einem Team zu inspirierenden und persönlichen Momenten, bei einem anderen zu Sprachlosigkeit. Jedes Team hat seine eigene Dynamik und diese beeinflusst, wie offen, persönlich und konstruktiv der Check-in verläuft. Idealerweise klärst du im Vorfeld, wie sich das Team zusammensetzt. Wie alt sind die Teilnehmenden und wie ist das Arbeitsklima im Team und in der Organisation? Das hilft dir, die richtigen Fragen auszuwählen. Du kannst die Dynamik auch aktiv beeinflussen, indem du als Erste*r mit der Beantwortung der Fragen beginnst. So kannst du beispielhaft zeigen wie persönlich, humorvoll oder umfangreich der Check-in ablaufen kann.



Mehr Methodenwissen findest du in der Blogrubrik Moderation.



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Fotografie von Angela Elbing.


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